Auch Ende 2017 haben sich die Akteure der Planungswerkstatt noch einmal getroffen, um wichtige Fragestellungen zu erörtern und abschließend zu beraten.

Sämtliche Ergebnisse werden den Warsteinerinnen und Warsteinern voraussichtlich im März oder April im Rahmen eines abschließenden Bürgerforums vorgestellt. „Dann haben die Bürgerinnen und Bürger noch einmal Gelegenheit, sich zu informieren und erneut mit ihrer Meinung in das Projekt einzubringen“, erklärt Olaf Kasper, Projektleiter der beauftragten Planungsagentur Schulten Stadt- und Raumentwicklung (SSR).

Nach dem Bürgerforum werden die Stimmen der Warsteinerinnen und Warsteiner gebündelt und mit dem Abschlussbericht der Politik vorgestellt.

Seit Juni 2016 läuft das Werkstattverfahren, in dessen Rahmen Fachleute im engen Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern sowie Verantwortlichen aus den Bereichen Stadtplanung, Politik, Wirtschaft, Sport und Kultur, die zukünftige Entwicklung der Warsteiner Innenstadt und des Umlandes  diskutieren. Am Ende steht ein Konzept – die Vision 2030 –, mit dem Warstein in Zukunft attraktiver und noch lebenswerter werden soll.

Die im Vorfeld von den Fachleuten und zahlreichen Warsteiner Akteuren und Interessenvertretern erarbeiteten Ideen wurden im Juni 2017 im Rahmen eines gut besuchten „Zukunftsmarktes“ vorgestellt und dort intensiv mit Bürgerinnen und Bürgern diskutiert. Ein Meinungsbild am Ende der Veranstaltung ergab, dass die vorgestellten Maßnahmen als geeignet wahrgenommen werden, um die Situation in der Warsteiner Innenstadt und dem angrenzenden Freiraum zu verbessern. „Diese grundsätzlich positive Erstwahrnehmung war eine enorm wichtige Grundlage für unser weiteres Vorgehen, ohne das wir sicher hätten umdisponieren müssen,“ so Olaf Kasper.

Über die Sommermonate hinweg wurde dann das Maßnahmenprogramm auf Basis der Rückmeldungen weiter verfeinert. Gemeinsam mit den Projektverantwortlichen der Stadt Warstein führte das Planerteam unter Leitung von SSR aus Dortmund erste Gespräche mit Behörden und dem Landesbetrieb Straßen.NRW, um die Umsetzungsmöglichkeiten der Ideen und Pläne auszuloten.

Im Rahmen einer „Akteurswerkstatt“ wurden alle Beteiligten im September dann über den Sachstand informiert.

Themen der Akteurswerkstatt waren neben Form und Zeitplan für die Erstellung eines Integrierten Entwicklungskonzeptes, der Voraussetzung für einen Antrag auf Städtebauförderung,  auch die Planung der Weiterentwicklung eines grünen Erlebnisbandes im sogenannten „Saum“ Warsteins: Der Bereich zwischen der Wohnbebauung und den Abbaugebieten soll nicht nur als Schutz- und Pufferzone gestärkt, sondern auch zu einem attraktiven Freizeitbereich entwickelt werden.

Städtebauliche Maßnahmen in der Innenstadt, zu denen die Umfeldgestaltung des Rathauses, des Risse-Geländes und der Bereich entlang der Wäster zählen, sollen ebenfalls in das Maßnahmenprogramm aufgenommen und in den kommenden Jahren entwickelt werden, so die Teilnehmenden. Zudem sollen an der B55 Umbaumaßnahmenerfolgen, um Rad- und Fußgängerverkehre sicherer zu gestalten und die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt zu erhöhen.

Geplant ist, für den Bereich der Abbaugebiete in enger Zusammenarbeit mit der Verwaltung, der Steinindustrie und den Umweltverbänden ein Abgrabungs- und Folgenutzungskonzept zu erarbeiten. Eine Bestandsaufnahme, in welchen Bereichen bereits rekultiviert wurde, welche Flächen gegenwärtig für den Abbau benötigt werden und welche Flächen zukünftig noch für den Abbau von Kalkstein zur Verfügung stehen, wurde bereits bei der Akteurswerkstatt vorgestellt. Auf dieser Basis setzen die beteiligten Akteure zukünftig die Diskussion zur Entwicklung der Abbaugebiete fort.

Zu den Ergebnissen

Wir haben ein Ziel: Die Kernstadt von Warstein soll attraktiver werden!

Die Arbeit an einem neuen Rahmenplan ist in vollem Gange – gemeinsam arbeiten Akteure aus Politik, Wirtschaft, Planung und Bürgerschaft im Rahmen des Werkstattverfahrens an der „Zukunft Warstein“.

Gemeinsam mit unseren Bürgerinnen und Bürgern entwerfen wir für die Kernstadt von Warstein und ihre angrenzende Landschaft neue zukunftsfähige Bilder. Diese bauen auf den Maßnahmen auf, die wir bereits in den kommenden Jahren in der Innenstadt für Sie verwirklichen!

Der zusätzliche Planungs- und Dialogprozess hilft nun dabei, herauszufinden, wo in der Kernstadt "der Schuh drückt". Im Rahmen des Werkstattverfahrens wird bis Ende 2017 eine Vision für die kommenden Jahre entwickeln, wie die Stadt spätestens 2030 aussehen soll und welche Schritte kurz- oder mittelfristig zielführend und sinnvoll umsetzbar sind.

Mehr über das Projekt

Wir legen besonderen Wert auf eine gute Zusammenarbeit der unterschiedlichen Akteure und ihrer Kompetenzen im Planungsprozess. Ebenso wichtig sind die Beteiligung der Öffentlichkeit sowie die Transparenz der Planungen.

Für eine kontinuierliche Zusammenarbeit wurde eine Gruppe unterschiedlicher Akteure aus den Bereichen der Stadtplanung, Politik und Wirtschaft sowie aus zivilgesellschaftlichen, sportlichen und kulturellen Bereichen zusammengestellt. Neben diesem fachlichen Austausch im Rahmen von Akteurswerkstätten sieht das Werkstattverfahren gleich zeitig die Beteiligung der Öffentlichkeit vor. Seien Sie als Experten vor Ort von Anfang an dabei, um im Laufe des nächsten Jahres eine gemeinsame Vision für eine lebenswerte Stadt zu entwerfen.

Zur Terminübersicht

Die Stadt Warstein hat sich Unterstützung ins Haus geholt. Neben SSR - ein Team von Stadt- und Raumplanern, Immobilienmarktexperten, Verkehrsplanern und Architekten, das Lösungen in der Stadt- und Raumentwicklung für private und öffentliche Auftraggeber anbietet – sind auch die Landschaftsarchitekten aus dem Planungsbüro dtp (Essen) und die Verkehrsplaner der PTV GROUP (Düsseldorf) Teil des multiprofessionellen Projektteams.

Über die nebenstehenden Kontaktdaten der Stadt sowie des Planungsbüros SSR sind wir stets zu erreichen. Sprechen Sie uns an!

Zum Planungsteam

Kontakt

Stadt Warstein
T: 02902.81-339
E: s.moeglich-bangemann@warstein.de

SSR – Schulten Stadt- und Raumentwicklung
T: 0231.39 69 43-0
E: kasper@ssr-dortmund.de